Im frühen 20. Jh. baute das gräfliche Ehepaar Freda und Friedrich v. Schwerin ihr spätmittelalterliches Herrenhaus, das sie 1898 bezogen hatten, zum Schloss mit 3 Türmen um. Das Gebäude erfuhr jetzt eine profunde Erweiterung um den westlichen Teil, unserem heutigen Westflügel. Es entstanden ein wunderschöner Arkadengang, Wirtschafts- und Bedienstetenhäuser und 15 Gästezimmer. Das schöngeistige Leben der „roaring twenties“ fand hier im gräflichen Umfeld in Stolpe, unweit der Weltstadt Berlin, seinen Widerhall.

Nachdem die Verheerungen des Krieges das Schloss in seiner Substanz weitgehend verschonten, wurde der Mittelteil des Schlosses allerdings 1949 abgerissen und diente als Baumaterialienfundus. So entstand die bis heute bestehende Lücke zwischen Hauptschloss und Westflügel. Mit Schloss und Remise wurde auch der Westflügel erst kürzlich aus seinem Dornröschenschlaf geweckt und vorsichtig historisch detailgetreu restauriert. Man findet nun den westlichen Teil des Arkadengangs wieder und liebevoll eingerichtete, gänzlich unterschiedliche Appartements im Bereich der ehemaligen Gästezimmer und Gesindehäuser des Westflügels.

Als Hommage an die Geschichte von Schloss Stolpe tragen die Appartements heute Namen der Eigentümer aus acht Jahrhunderten.